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Arten, Unterschiede, Entscheidungshilfe
Matratzen-Warenkunde
Jede Nacht zählt. Wer auf dem falschen Untergrund schläft, wacht verspannt auf – egal wie lang die Nacht war. Dieser Überblick zeigt die gängigen Matratzenarten, ihre wichtigsten Eigenschaften und für wen sie sich eignen.
Worauf es wirklich ankommt
Eine gute Matratze reagiert punktelastisch auf den Körper, transportiert Feuchtigkeit zuverlässig ab und besteht aus Materialien, die den Körper nicht belasten. Genau an diesen drei Punkten unterscheiden sich die Matratzenarten am deutlichsten.
Die wichtigsten Matratzenarten
Naturlatex aus 100 % Naturkautschuk ist das punktelastischste Kernmaterial überhaupt: Feine Belüftungskanäle sorgen für zuverlässigen Feuchtigkeitstransport, das Material ist hygienisch und staubarm. Ideal für alle, die maximale Anpassung an Schulter und Hüfte sowie eine langlebige Matratze suchen. Wichtig beim Kauf: Achten Sie darauf, dass der Latexanteil zu 100 % aus Naturkautschuk besteht – viele "Naturlatex"-Matratzen enthalten nur 10–30 % davon, der Rest ist Synthese-Latex aus Rohöl. Die Matratze sollte vor direktem UV-Licht geschützt und regelmäßig gewendet werden.
Kaltschaum ab RG60 mit Pflanzenöl-Anteil (z. B. Sonnenblumenöl) ist leicht, atmungsaktiv und nahezu geruchlos. Durch das hohe Raumgewicht reagiert er punktelastisch statt nur flächenelastisch – ein klarer Vorteil gegenüber konventionellem Kaltschaum. Besonders geeignet für geruchsempfindliche Menschen und alle, die ein leichtes, pflegeleichtes Material bevorzugen. Nur ab RG60 ist die Punktelastizität wirklich gegeben.
Konventioneller Kaltschaum besteht aus Polyurethanschaum (PU-Schaum) auf Rohöl-Basis und federt flächig statt punktuell. Er eignet sich für Gästebetten oder Personen ohne Rückenbeschwerden, ersetzt bei Rückenproblemen aber keine individuell stützende Matratze.
Federkern gibt es als Bonell- oder Taschenfederkern. Bonell-Federn reagieren flächig, Taschenfederkerne sind einzeln eingenäht und dadurch punktelastischer – aber auch teurer. Metallspiralen können laut Baubiologie das Erdmagnetfeld im Schlafbereich beeinflussen. Federkernmatratzen eignen sich für Gästezimmer oder Personen ohne Rückenbeschwerden; an die Punktelastizität von Naturlatex kommen sie nicht heran, und Naturmaterial enthält der Kern nicht.
Visco-Schaum passt sich durch Körperwärme exakt an den Körper an und vermeidet so Druckspitzen bei Seitenschläfern. Als dünne Auflage auf Naturlatex oder Kaltschaum ist er eine gute Ergänzung für druckempfindliche Schläfer. Als alleinige Matratze ist er weniger empfehlenswert: Er bremst Bewegung und staut Feuchtigkeit.
Boxspring-Systeme bestehen aus einem federnden Unterbau, einer Matratze (Federkern, Kaltschaum oder Visco) und einem Topper. Sie bieten eine hohe, bequeme Liegefläche ohne separaten Lattenrost, sind aber im Vergleich zu Bettsystemen mit individuell einstellbarem Lattenrost meist weniger flexibel an den Körper anpassbar.
Bei allnatura konfigurieren Sie Ihr Boxspringbett daher individuell je Liegefläche – mit der zu Ihnen passenden Matratze und dem passenden Lattenrost.
Wasserbetten passen sich durch Verdrängung an, bieten aber keinen elastischen Gegendruck. Orthopäden und Schlafmediziner raten für den dauerhaften Einsatz häufig ab, da die Stützung fehlt und Feuchtigkeit schlecht abziehen kann; zudem sind Heizung und regelmäßige Wartung nötig.
Futon-Matratzen bestehen aus mehreren Schichten Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Kokos und liegen eher hart bis fest. Sie eignen sich für junge, sportliche Personen ohne Rückenprobleme, müssen aber regelmäßig aufgerollt und gewendet werden, um ein Verhärten der Füllung zu vermeiden.
Sandwich-Matratzen kombinieren Naturfaserschichten – etwa Rosshaar, Wolle oder Kapok – mit einer Schicht Naturlatex. Diese Kombination ist orthopädisch ausgewogener als reine Naturfaserfüllungen und eignet sich für alle, die bewusst auf Naturmaterialien setzen möchten.
allnatura empfiehlt
Für langfristige Regeneration liegen Sie mit einer Naturlatexmatratze mit 100 % Naturkautschuk-Anteil oder einer Kaltschaummatratze ab RG60 am besten – beide bieten punktelastisches, körperangepasstes Liegeverhalten.